Maik Scheffler: “Terrorismus jedweder Art ist ein Angriff auf die Freiheit der Völker und jedes einzelnen Menschen”
- DeutschlandEcho: Herr Scheffler, Sie sind in den letzten Wochen stark in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt, zunächst durch die Veröffentlichung von Einträgen in einem Forum, das dem „Freien Netz“ zugerechnet wird, durch Antifa-Kreise. Kurze Zeit später wurden Sie dann auch noch als möglicher Unterstützer des mutmaßlichen Zwickauer Terror-Trios in den Medien genannt. Sind Sie ein Rechtsterrorist? Hatten Sie Kontakt zu Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe?
Maik Scheffler: Wissen Sie, ich komme ursprünglich wie viele meines Jahrgangs aus der Kameradschaftsszene. Bis 1998 bezog sich mein Umfeld nahezu ausschließlich auf den regionalen Raum um meine Heimatstadt Delitzsch. Überregionale Kontakte oder gar eine Einbindung in andere Kameradschaften oder sonstige Aktionsgruppen bestanden nicht. Im Jahr 1998 hatte ich erste Kontakte zur NPD und wurde für ca. ein Jahr auch Mitglied. Zu diesem Zeitpunkt befand sich laut den einschlägigen Pressemitteilungen das sogenannte Mördertrio von Zwickau bereits im Untergrund. Ich kann Ihnen mit reinem Gewissen eine eidesstattliche Versicherung abgeben, daß ich weder Mundlos noch Böhnhardt oder die Zschäpe kannte.
Die Frage, ob ich selbst ein Rechtsterrorist bin, kann ich entschieden mit Nein beantworten. Ein Blick auf meinen politischen Werdegang macht dies auch unmißverständlich klar. Seit Ende 1999 werde ich in der Öffentlichkeit als sogenannte Führungsperson bestimmter Kreise der freien Kräfte bezeichnet. Sie können seit dieser Zeit meine Aktivitäten frei im Weltnetz nachverfolgen, da ich stets öffentlich agierte. Man kann mir vielleicht in den Anfängen einen radikalen Charakter unterstellen, vergleichbar mit den radikalen Grünen in ihren Anfängen oder den radikalen Linken. Ich erinnere an den ehemaligen grünen Außenminister Joschka Fischer, welcher in seinen Anfängen deutsche Polizisten beim Castortransport mit Steinen bewarf oder an unzählige Politiker der LINKEN, die als autonome Hausbesetzer oder radikale Antifa-Schläger ihre politische Laufbahn begonnen haben. Nun habe ich zwar noch nie einen Polizisten mit Steinen beworfen oder vermummt mit dem Molotowcocktail in der Hand politischen Freiraum erpreßt, dennoch wußte ich mich in der Welt eines bekennenden Nationalisten unter ständiger Verfolgung und Bedrohung durch Linksextremisten und Diffamierung durch die Presse zurechtzufinden.
Gewalt als Mittel zur Durchsetzung politischer Interessen lehne ich grundsätzlich ab. Mit real existierendem Terror wird die Welt heute zur Genüge von den Weltmächtigen überzogen, wogegen ich seit Jahren laut meine Stimme erhebe. Terrorismus jedweder Art ist ein Angriff auf die Freiheit der Völker und jedes einzelnen Menschen. Ich verurteile diesen daher aus tiefster innerer Überzeugung.
DeutschlandEcho: Gibt es dieses eingangs erwähnte „Hard to Hate“-Forum noch, vielleicht nur unter einem anderen Namen?
Maik Scheffler: Nein, dieses Forum existierte nicht einmal ein halbes Jahr und wurde bereits Anfang 2009 für immer geschlossen. Seit 2009 erleben wir eine extreme Form des sogenannten Datendiebstahls durch linke und staatliche Hacker, welche darauf abzielen, an interne Kommunikation zu gelangen, die dann aus dem Zusammenhang gerissen in völlig neuem Kontext an die Öffentlichkeit gebracht wird. Wir sprechen hier nicht von Enthüllungen in der rechten Szene, sondern vielmehr von einem weiteren Mittel im Kampf gegen Rechts oder besser gesagt im Kampf gegen Deutschland. Die kriminellen Datendiebe machen sich dabei die Gleichschaltung der größtenteils linksbeherrschten Medienlandschaft zu nutze, die längst keine journalistischen Grundsätze im Sinne einer ehrlichen und seriösen Berichterstattung mehr aufweist und ihre „Macht der Worte und Bilder“ psychologisch wirksam zur gezielt manipulativen Meinungsbildung im Volk einsetzt. Anders wie behauptet, handelt es sich bei der Quelle für die Foren-Daten jedoch nicht um einen Aussteiger, welcher mit der Weitergabe der Daten seine Glaubhaftigkeit untermauern wollte, sondern um nachgewiesenen Datendiebstahl über den Rechner eines bekannten Kameraden. Dies war auch der Grund für die ersatzlose Löschung des Forums und für die Erkenntnis, künftig wieder auf altmodischere Arten der Kommunikation zurückzugreifen.
DeutschlandEcho: Können Sie uns etwas zur Entwicklung der Leute sagen, die in dem Forum mitgeschrieben haben sollen? In der „Süddeutschen Zeitung“ war neulich zu lesen, daß der Jenaer Ralf Wohlleben zwar offiziell 2010 aus der NPD ausgetreten sei, die Foreneinträge aber beweisen würden, daß er nach wie vor enge Kontakte zur Partei pflege.
Maik Scheffler: Der Austritt Wohllebens aus der NPD erfolgte wie gesagt 2010. Das Forum war zum Zeitpunkt seines Austritts bereits lange geschlossen. Demnach ist es völlig absurd, aus der Vergangenheit irgendwelche Kontakte für die Zukunft zu konstruieren. Das Forum an sich wurde von verschiedensten Aktivisten genutzt, die sich nicht alle unter einem Dach zusammengeschlossen sahen. Es fanden nachweislich auch rege Diskussionen absolut konträrer Ansichten statt, die eine Gemeinschaft gleicher politischer Interessen oder weltanschaulicher Ausrichtungen völlig ausschließen. Nicht wenige Mitglieder des Forums sind heute gar nicht mehr oder in ganz anderen Bereichen der nationalen Landschaft aktiv.
Diverse Journalisten berufen sich auf sogenannte Rechtsextremismus-Experten, die in den 21 Forenmitgliedern gerne eine in sich geschlossene Kaderriege sehen möchten und mit dieser reißerischen Aufmachung ein Forum der oberen Organisationsebene herbeifabulieren. Wenn man politisch unvoreingenommen dieses Forum betrachtet stellt man schnell fest, daß es sich um eine Kommunikationsplattform wie tausende andere auch handelt. Wenn für eine Organisationsdeklaration allein schon ausreicht, daß ein Forum seine Mitglieder selbst bestimmt, dann müßte man so manches Computer- oder Hundezüchter-, ja selbst Kochforum einer Kontrolle durch den Verfassungsschutz unterziehen.
DeutschlandEcho: Wenn ich Sie richtig verstehe, dann sind das ehemalige Forum und das „Freie Netz“ also nicht identisch?
Maik Scheffler: Absolut nicht. Wenn dem so wäre, müßten wir konstatieren, daß die nationale Bewegung mit all ihren unterschiedlichen Strömungen und Aktionsweisen in Mitteldeutschland ausschließlich dem Grundcharakter des Freien Netzes unterläge. Dies ist bei weitem nicht der Fall und aufgrund der verschiedenen politischen Denkweisen einiger damaliger Mitglieder des Forums mit einem gemeinsamen Bekenntnis nicht vereinbar. Hätten die selbsternannten „Enthüller“ alle Seiten und alle Forenthemen veröffentlicht und nicht nur ein Sammelsurium bestimmter Aussagen zu einem neuem Kontext umkonstruiert, wäre die Fabel eines „Freien Netz Forums“ ad absurdum geführt wurden.
DeutschlandEcho: Verschiedene Beobachter gehen nach der Auswertung der Forenbeiträge davon aus, daß das „Freie Netz“ die NPD systematisch unterwandern wollte oder noch will. Inzwischen sind Sie stellvertretender Landesvorsitzender in Sachsen. Sind Sie ein „freies U-Boot“ innerhalb der Partei?
Maik Scheffler: Wenn jemand von Unterwanderung oder gar von U-Booten redet, kennt er die NPD kein Stück. Ich glaube kaum, daß ein solches Vorhaben von einer Person bei ca. 800 Mitgliedern des NPD-Landesverbandes in Sachsen möglich ist. Dies mag eventuell bei einem Führungs- und strukturschwachen Kreisverband im Einzelfall funktionieren, würde aber spätestens an der kompetent besetzten Führungsmannschaft der Landesebene kläglich scheitern. Beispiele für solche Unterwanderungsversuche gab es früher in Bayern oder NRW. Bis 2009 waren wir als freie Kräfte stark von einer kritischen Haltung gegenüber der NPD, insbesondere der sächsischen Fraktion und des Landesverbands geprägt. Dies war einerseits durch die konträren Ansichten in bezug auf die öffentliche Agitation und Argumentation beider Seiten begründet, aber auch Einflüssen damaliger Querulanten und Hetzer geschuldet, wobei ich natürlich die sachlich geführte Kritik vieler Kameraden nicht darin mit einschließe. Anders als im Forum ersichtlich, war es nicht nur die NPD, die einen erkennbaren „Notstand“ in der Gebietsstruktur oder der Personalaufstellung hatte. Auch die freien Kräfte kamen an die Grenzen ihrer Möglichkeiten, besonders bei der Öffentlichkeitsarbeit sowie in der seriösen Wahrnehmung beim Adressaten ihrer politischen Arbeit.
Mein damaliger Einstieg in die sächsische NPD war ein folgerichtiger Testballon zur Findung einer gemeinsamen Ebene aller konstruktiven Kräfte von Partei und Freien. Gerade in punkto meiner Glaubwürdigkeit war dies ein extrem schmaler Grat. Ziel war hierbei nicht die Unterwanderung oder die Radikalisierung der NPD, sondern eine gemeinsame Ausrichtung auf Augenhöhe. Ich verhehle keinesfalls die anfängliche Einstellung nach Nutzen und Kräftemessen, die auch aus manchen Forenbeiträgen ersichtlich ist, aber bedenken wir, daß es sich um die ersten beiden Monate des Versuchs eines Schulterschlusses handelte. Beide Seiten haben sich in der ersten Phase kritisch und klar nutzenorientiert „beschnüffelt“. Im Rückblick kann ich heute mit ein wenig Stolz sagen, daß zwischen der Fraktions- und Landesvorstandsführung und mir als Bindeglied zu den freien Kräften bereits nach kurzer Zeit ein Geben und Nehmen professioneller und anständiger Art stattfand, die sehr schnell in beiderseitiges Vertrauen und Anerkennung mündete. Besonders erwähnen möchte ich hierbei Holger Apfel, der sich als wirklicher Integrator erwiesen hat, indem er unter Abwägung parteilicher Grundsätze auch experimentierfreudig mit der revolutionär ausgerichteten Jugend war, oder Jürgen Gansel, der gerade das politische Potential einiger Kameraden erkannte und sofort förderte.
Ich sehe meine Funktionen als Landesorganisationsleiter und stellvertretender Landesvorsitzender heute ausschließlich meiner Kompetenz in diesen Aufgabenbereichen geschuldet und nicht als Ergebnis einer erfolgreichen Unterwanderung. Auf dem letzten Landesparteitag der sächsischen NPD haben die Delegierten alle drei stellvertretenden Landesvorsitzenden mit nur ein bis zwei Stimmen Unterschied ins Amt gewählt. Dies zeigt die Souveränität und Kompetenz der Delegierten beim Fällen ihrer Entscheidungen.
DeutschlandEcho: Wie hat sich Ihrer Meinung nach die Zusammenarbeit von freien Kräften mit der NPD in Sachsen seit dem Jahr 2008 entwickelt?
Maik Scheffler: In erster Linie haben beide Seiten gelernt, miteinander statt übereinander zu reden. Dadurch konnten viele Vorbehalte gegenüber einzelnen Personen, aber auch ganzen Gruppen abgebaut werden. Kritik wurde nicht mehr plump in den öffentlichen Raum geworfen, sondern konstruktiv eingebracht. Auf beiden Seiten wurden somit auch neue Maßstäbe in der Professionalität und beim öffentlichen Erscheinungsbild gesetzt. Die freien Kräfte unterstützten gerade in Sachen Veranstaltungsorganisation und Mobilisierung den Landesverband und regional die Kreisverbände. Die NPD unterstützt die verschiedensten Gruppen bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit. Zusammen haben wir eine Struktur der maßgeblichen Strömungen zusammengefügt, welche die Ebenen der kommunalen Politik, der revolutionären Jugend, der Arbeit auf der Straße am Bürger wie auch der Bildungskreise unserer Hochschulabsolventen und Intellektuellen eine Plattform bietet.
Daß dies nun ein Dorn im Auge unseres politischen Gegners ist, war uns klar. So resultierten ja viele Barrieren und Feindschaften aus der Feder der linksgestrickten Boulevard-Presse, welche stets bemüht war, die beiden Lager NPD und Freie auseinander zu dividieren, weil sie um die qualitative und quantitative Verbesserung wußte, die bei einem Schulterschluß entstehen würde. Aus den oben genannten Grundsätzen einer Zusammenarbeit konstruierten dann Linksextremisten wie die sogenannte Antifa, Berufsdenunzianten, wie die linke Landtagsabgeordnete Kerstin Köditz oder extremistische Laienjournalisten wie Patrick Limbach alias Daniel Wurstler eine angebliche NS-Elite-Organisation, die in der NPD geschaffen werden sollte. Wir haben es hierbei mit Praktiken zu tun, welche die ältere Generation noch aus Stasizeiten der untergegangenen DDR kennt oder noch heute in (Medien-)Diktaturen im Ausland sieht. Wenn der politische Gegner seine Grundfeste ausbaut, wird mit dem Einsatz der öffentlichen Meinungsbildungsmaschinerie ein Zerrbild geschaffen, um die gewünschten Szenarien im Volk manipulativ festzusetzen.
DeutschlandEcho: Die schon erwähnte Antifa-Sprecherin der sächsischen LINKEN, Kerstin Köditz, versucht ja seit Jahren zu beweisen, daß es sich beim „Freien Netz“ um eine klar strukturierteOrganisation handelt. Der sächsische Innenminister und der Verfassungsschutzgehen hingegen nur von einem Internet-Portal aus. Was hat es denn nun mit dem „Freien Netz“ wirklich auf sich?
Maik Scheffler: Bis zur Entstehung des Freien Netzes gab es in der Weltnetzlandschaft eine Vielzahl an Präsentationen verschiedenster Kameradschaften und Aktionsgruppen sowie Einzelaktivisten. Die Aufmachungen der Seiten erstreckten sich vom grafischen und inhaltlichen Horror über reine Erlebnisberichtsseiten bis hin zu intelligent und tagespolitisch gestalteten Alternativmedien und traditionellen, kulturellen Informationsseiten. Die verschiedenen Redakteure waren ähnlich wie ihre Seiten unterschiedlich befähigt bzw. geschult. Des weiteren war es für den szeneinternen als auch für den bürgerlichen Beobachter schwierig, sich in diesem Dschungel der unterschiedlich transportierten Informationen zurechtzufinden.
So reifte damals der Gedanke einer Qualitätsoffensive und -sicherung. Das Freie Netz verband anfänglich die Weltnetzpräsentationen von Kameradschaften und bot am Ende jeder politischen Strömung im nationalen Lager eine Plattform, so später auch NPD-nahen Gruppen. Frei bedeutet somit nicht parteifrei, sondern frei von einer bestimmten politischen Ausrichtung zur Verhinderung von Sektierern innerhalb der Gesamtbewegung. Den Zahn einer festen Organisation können wir unserem politischen Gegner klar ziehen, da wir lediglich um eine gleiche Ausrichtung und Qualität in den Redakteursgruppen bemüht waren, und die aktionistische und regional spezifische politische Arbeit völlig unabhängig und ohne Leitfaden und Führungsebene vonstatten ging. Natürlich resultierte aus der Vernetzung und Ausrichtung der öffentlichen Berichterstattung auch eine bessere Kommunikation, welche in Sachen Mobilisierung und Erscheinungsbild genutzt wurde. Hierbei handelt es sich aber um eine völlig legitime Vernetzung der politischen Arbeit, welche bei weitem nicht flächendeckend funktionierte. Schauen Sie doch mal auf die linke Seite, dort gibt es zehn Mal so viele Plattformen und Überorganisationen zur bundesweiten Mobilisierung. Es finden öffentlich Blockadeübungen oder Autonomen-Konferenzen statt, welche nicht selten die Grundtendenz des Terrors in sich tragen, wenn unter den Augen von Politik, Kirchen und Polizei Maßnahmen zur Aushebelung des Grundgesetzes diskutiert und trainiert werden. Hier kann man klar von Organisationen und kriminellen Vereinigungen sprechen, aber nicht beim Freien Netz.
Durch die oben erwähnte Zusammenarbeit mit der sächsischen NPD und einer völlig normalen Reifung einiger Kameraden in ihrer politischen Agitation, übernahmen diese auch regionale Verantwortung und wurden bei Kommunalwahlen als Kandidaten aufgestellt. Heute sind aus vielen politisch Verantwortlichen ehemals freier Gruppen, Stadt- und Kreisräte der NPD geworden, und es gibt nicht einen Fall hier in Sachsen, wo man einem solchen Kommunalpolitiker auch nur im Ansatz irgendeinen NS-Fetisch nachweisen kann. Gerade solche charakterlosen Personen wie die Landtagsabgeordneten der LINKEN Kerstin Köditz aus dem Landkreis Leipzig oder Freya-Maria Klinger aus Chemnitz sowie die vorbestrafte Stadträtin der LINKEN in Leipzig Juliane Nagel wollen sich durch mediale Betrügereien und Denunziation ein antifaschistisches Denkmal schaffen. Als Antifa-Sprecherinnen der ehemaligen Mauermörderpartei ist es ihre Aufgabe, wie Jäger nationalen Funktionsträgern aufzulauern, um sie völlig verzerrt darzustellen und mit Dreck zu bewerfen. Dabei bedienen sie sich jeder noch so weit hergeholten Falschinformation bis hin zur selbst konstruierten Tat.
Sie fordern momentan ein Verbot des Freien Netzes, wie auch immer sie dies mit den verschiedenen Gruppen in Einklang bringen wollen. Ich selbst stehe diesem Geschrei genauso gelassen gegenüber wie dem der NPD-Verbotsprotagonisten. Der Verfassungsschutz beobachtet uns seit der ersten Stunde, dessen sind wir uns natürlich bewußt und genau hier liegt auch unser Ruhepol. Dieser bestätigte nicht nur nach den jüngsten Enthüllungsskandalen, daß es sich beim Freien Netz eben nicht um eine Organisation handelt, sondern um ein Schaufenster in die nationale Bewegung, was wir gerne bestätigen können, der VS müßte auch die für ein Verbot notwendigen Erkenntnisse offenlegen, die eine Vorbereitung oder Ausführung relevanter Taten nachweisen, die dem Freien Netz den Charakter einer kriminellen Vereinigung nachweisbar unterstellen. Dies wird der Verfassungsschutz nicht können, da all diese Vorwürfe aus dem Denunziantenfundus der LINKEN nichts als Fabeln und Geschichten aus tausend und einer Nacht sind.
Schlußendlich ist das Freie Netz heute ein überregional übernommenes Modell zur Vernetzung öffentlicher nationaler Medien und demnach nicht mehr regional greifbar, sei es mitteldeutschlandweit, im Süden oder in den alten Bundesländern. Es ist keine Organisation, sondern eine Marke, die in Sachsen geprägt wurde.
DeutschlandEcho: Welche Folgen hatte die Medienhysterie um Ihre Person bisher für Sie und vielleicht auch für Ihre Familie?
Maik Scheffler: Es war ja nicht nur mein Name, den die Medien, gestützt auf die Linkspresse und gerade Personen wie die Köditz, dem Mob zum Fraße vorwarfen. Zielgerichtet griff man nach den aktivsten Funktionären, an denen man sich schon seit Jahren festgebissen hatte. Nun habe ich in den fast 20 Jahren meiner politischen Oppositionsarbeit ein dickes Fell bekommen, doch dieser unverantwortliche Umgang mit mir als Mensch unter Mißachtung aller Grundrechte, gerade im Hinblick auf die Unversehrtheit meiner Familie, schockiert mich doch zutiefst. Gerade die LINKEN erinnern nahezu täglich an die Verfolgung der Juden und politisch Andersdenkender im 3. Reich. Diese Heuchler fordern die Gleichheit aller Menschen, egal welcher politischen Ausrichtung, Religionszugehörigkeit oder rassischen Abstammung und schüren hinter ihrer künstlichen Fassade selbst Haß und Gewalt, Verfolgung und Ausgrenzung. Sie stellen sich somit mit ihrer eigenen Definition in eine Linie mit den Nationalsozialisten im 3. Reich und mit den kommunistischen Verfolgungsorganen der DDR.
Ich bin im Privatleben ein normaler Ehemann und Familienvater wie jeder andere auch. Politik, Berufs- und Privatleben erfahren bei mir eine strikte Trennung. Mein Engagement wird nicht nur in der Jugendarbeit, sondern auch in der Kommunalpolitik unabhängig von meiner politischen Ausrichtung geschätzt. In den letzten zwei Wochen bekam ich hunderte Drohungen linker und ausländischer Absender, in denen meiner Frau die Vergewaltigung und meinen Kindern mit Entführung gedroht wurde. Mir selbst teilte man die wildesten Mordphantasien mit. So sieht also im Demokratieverständnis der LINKEN sowie der „kulturellen Bereicherung“ der Umgang mit anderen Meinungen aus. Hier ist klar eine Grenze erreicht, wo der Linksstaat seine menschenverachtende Fratze offenlegt, und der Bürger den wahren Volksfeind erkennen muß, und dieser steht nicht rechts.
DeutschlandEcho: Wie sehen Sie jetzt nach den Ereignissen der letzten Wochen Ihre weitere Perspektive in der NPD? Gehen die Kameraden auf Distanz oder gibt es Zeichen von Solidarität?
Maik Scheffler: Ich greife mal die zweite Frage vorweg auf. Solidarität gibt es auf breiter Ebene. In der Partei und im Kameradschaftsumfeld stellt man sich kameradschaftlich und freundschaftlich hinter mich. Nahezu jeder in der nationalen Bewegung ist schon einmal Opfer linker oder staatlicher Repression und Diffamierung geworden, so daß die geleistete Arbeit mehr wiegt als die mediale Meinung. Auch in meiner Heimatstadt erfahre ich nahezu ausschließlich Solidarität, wenn auch oft hinter vorgehaltener Hand, da die Angst vor den Verfolgungsapparaten gerade beim politisch unbedarften Bürger jetzt noch viel größer als vorher ist. Dadurch, daß diese Hetzkampagne so derart übertrieben und von Ungereimtheiten durchsetzt ist, zweifelt der Großteil des Volkes an der Glaubwürdigkeit der Hetzer in einer ernst zu nehmenden Dimension.
Was meine Perspektiven in der NPD angeht, so kann ich bei mir einen Wandel vom Organisationsleiter und Koordinator hin zum Kommunal- und Landespolitiker ausmachen. Viele Kampagnen habe ich selbst mitgetragen und inhaltlich gefüllt. Über die Fraktion im Sächsischen Landtag konnte ich reichliche Erfahrungen in der Arbeit mit herausragenden Köpfen wie z.B. Arne Schimmer, Jürgen Gansel, Andreas Storr, Holger Szymanski und natürlich Holger Apfel gewinnen, und insgesamt ergänzt man sich in seinen Arbeitsbereichen. Künftig sehe ich meine fraktionelle Arbeit in der Innen- und Sicherheitspolitik. Im Landesverband fungiere ich bekanntlich als stellvertretender Landesvorsitzender und Organisationsleiter. Ich arbeite mit vielen Kreisverbänden eng im Strukturaufbau unserer Jugendorganisation JN zusammen, die ich in den vergangenen Jahren größtenteils aus den Freien Kräften für die politische Arbeit interessieren konnte.
Zur nächsten Kommunal- und Landtagswahl werde ich 40 Jahre alt sein und ich kann jetzt schon auf etliche Erfahrungen im realen Leben zurückgreifen. Ich kenne die Hochs und Tiefs der Durchschnittsbevölkerung. Meine Jugend war bewegt und aufgrund meines revolutionären Temperaments auch radikal, wodurch ich auch den judikativen Teil des Staates kennenlernen durfte. Dies soll aber kein Manko meines Lebenslaufes sein. Vielmehr stehe ich auf einer Ebene mit der Mitte des Volkes und komme aus dieser. Im Gegensatz zu vielen Berufspolitikern der heutigen Zeit wurde ich nicht mit dem goldenen Löffel im Mund geboren, und genau diese Tatsache wird mich stets zu einem an der Realität ausgerichteten Politiker mit der notwendigen Mixtur aus seriöser Radikalität und politischer Kompetenz machen.
DeutschlandEcho: Wie beurteilen Sie die veröffentlichten Aussagen aus dem „Hard to Hate“-Forum, in denen angeblich das „Abfackeln einer Polizeiwache“ sowie das „Abstechen von Personen“ thematisiert wurde?
Maik Scheffler: Dies zeigt einmal mehr, daß solchen Gossenjournalisten rein gar nicht an objektiver Berichterstattung gelegen ist, sondern vielmehr durch Herausfiltern einiger Textpassagen, ohne deren Entstehung mit zu dokumentieren, belastendes Material erstellt wird, um die Schlagzeile dramatischer wirken zu lassen. Diese Aussagen sind keine Vorbereitung oder Planung einer schweren Straftat, sondern zeigen eine ironisch bis sarkastische Unterhaltung in Bezug auf die medialen Aufschreie, wenn Linke oder Ausländer einer Körperverletzung zum Opfer fallen, während die unzähligen nationalen Opfer linksextremistischer Gewalt oder ausländischer Ghettokriminalität in den linken Medien keine oder nur eine marginale Erwähnung finden.
Wir erinnern an die dutzenden Angriffe auf Polizeiwachen mit Steinen in den letzten zwei Jahren durch die autonome Antifa oder an den Horrorbrandanschlag auf einen Bundeswehrfuhrpark durch mutmaßlich das gleiche Klientel. Eine Verbotsforderung gegen die SED-Nachfolgepartei DIE LINKE konnten wir nicht vernehmen, auch sind mir keine spektakulären Festnahmen bekannt, wo die Tatverdächtigen mit SEK und Hubschrauber zum Generalbundesanwalt verbracht wurden, wie wir es derzeit im Fall der VSNSU-Ermittlungen sehen.
Sie werden seit der Entstehung dieser Aussagen Anfang 2009 bis heute in keinem Polizei- oder VS- Bericht etwas über eine tatsächlich geplante oder ausgeführte Tat dieser Art etwas lesen. Warum? Weil es solch einen Unsinn nicht gegeben hat!
Herr Scheffler, vielen Dank für dieses Interview.
Biograph. Angaben:
1974 in Leipzig geboren
Erst handwerkliche, dann kaufmännische Ausbildung
Verheiratet, 5 Kinder
Stadtrat der Großen Kreisstadt Delitzsch seit 2009
Kreisvorsitzender der NPD Nordsachsen seit 2009
Landesorganisationsleiter der NPD Sachsen seit 2009
Stellv. Landesvorsitzender der NPD Sachsen seit 2011
Mitglied der Arbeitsgruppe Wahlen des NPD-Landesvorstandes Sachsen

Senden...
Ich würde gerne mal von Herrn Scheffler wissen, welche freie Kräfte in Bayern die NPD unterwandern wollten?
Vielleicht hat er noch die Möglichkeit diese Frage zu beantworten. Ich hatte bis dahin noch nichts gehört.