Wie zuletzt bekannt wurde, verseucht die Firma S.D.R. Biotec GmbH, Wohngebiete und Obstplantagen in Pohritzsch (bei Delitzsch) mit krebserregenden Cadmium und Blei. Anwohner des Ortes Pohritzsch und die Deutsche Umwelthilfe (DUH), beschwerten sich schon länger über die Staubbelästigung beim zuständigen Regierungspräsidium Leipzig (RPL). Das RPL fühlte sich nicht in der Lage, der Beschwerde seitens der Anwohner und der DUH, nachzugehen.
Das RPL begründete dies wie folgt: Die Anlage (S.D.R. Biotec) werde „regelmäßig überwacht“. Die Behörde habe hinsichtlich der Staubemissionen der Anlage und der Umgebung „keinerlei Beanstandungen festgestellt“. Das Totschweigen und/oder die Unfähigkeit der zuständigen Behörden ist leider kein Einzelfall. Lassen Sie uns dies anhand einiger Beispiele aus Nordsachsen erläutern.
Man könnte jetzt meinen, dass dies im Musterland Sachsen, nicht allzu oft vorkommt, aber da irrt man sich. In Sachsen und über die Landesgrenzen hinaus gibt es etliche solcher Fälle, dass man hier schon von einer Mülllobby, wenn nicht sogar von einer Müllmafia sprechen könnte. Mit Müll Geschäfte zu machen ist mittlerweile so rentabel, dass die Politik Geldwäsche, Umweltzerstörung und gesundheitliche Gefährdung der Menschen in Kauf nimmt.
Klaus-Jürgen Haupt, gehört in der Abfallbranche zu den einflussreichen Figuren. 1990 gründete er mit dem Viersener Müllmagnaten Trienekens und der Westdeutschen Landesbank das privatwirtschaftliche Institut für Kommunalwirtschaft (IKW). Das Unternehmen Trienekens war für den Bau der Müllverbrennungsanlage Köln-Niehl zuständig, wo nachweislich elf Millionen Euro Bestechungsgelder gezahlt wurden. Daraufhin gab es ein öffentliches Strafverfahren gegen einige Beteiligte, aus Gesundheitsgründen jedoch nicht gegen den herzkranken Hellmut Trienekens. Er wurde stattdessen 2004 wegen Hinterziehung von 2,7 Millionen Euro Steuern zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe und einer Geldstrafe von zehn Millionen Euro verurteilt. Offiziell berät das scheinbar unabhängige Institut Kommunen in Ost und West in Müllangelegenheiten. Doch seit im März 2002 der Korruptionsskandal um die Kölner Müllverbrennungsanlage (MVA) aufflog, ist auch Haupt ins Visier der Fahnder geraten. Es ermittelten gleich drei Staatsanwaltschaften gegen ihn wegen des Verdachts auf Untreue und Bestechung. DIE ZEIT, Ausgabe 15, 2004

Im sächsischen Delitzsch schließlich stieg das IKW selbst als Teilhaber ins Müllgeschäft ein. Über eine verschachtelte Gesellschaftskonstruktion halten Haupt und Trienekens dort einen erheblichen Anteil an der Entsorgungsgesellschaft KWD. Ende der neunziger Jahre plante die Gesellschaft ein großes Geschäft. Im Kreis Delitzsch sollte ein Müllofen gebaut werden, der auch den Abfall aus dem Großraum Leipzig verbrennen sollte. Politisch verantwortlich zeichnete sich der Landrat Michael Czupalla, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der neu gegründeten KWD-Holding ist.
Bereits bei der Ausschreibung der Anlage passiert merkwürdiges. Haupt lässt sich als IKW-Geschäftsführer von der KWD, an der er beteiligt ist, am 26. Oktober 1998 beauftragen, einen geeigneten Partner für eine europaweite Ausschreibung zu finden. Dafür erhält er ein Beraterhonorar. Im Laufe des Verfahrens unterzeichnet Haupt einen weiteren Beratervertrag – diesmal mit der Schweizer Ecoling AG, die die Ausschreibung organisieren sollte. Ein Staatsanwalt fasst das dubiose Geschäft so zusammen: Haupt hat die Schweizer dabei beraten, wie sie sich bei Haupt bewerben können, und dafür Geld kassiert. Landrat Czupalla nickte das Ganze nach eigenen Angaben als Aufsichtsratschef der Entsorgungsgesellschaft ab. DIE ZEIT 20.11.2003 Nr.48
Der Name Ecoling AG elektrisierte die Ermittler. Denn nach Erkenntnissen der Kölner Staatsanwaltschaft hat Müllmagnat Trienekens einen Großteil der Schmiergeldzahlungen im Kölner Skandal über eben jene Schweizer Firma abgewickelt. Auch Vertreter des Delitzscher Landrats Czupalla waren im August 2000 zu Gesprächen mit der Ecoling in Zürich. Wenige Tage zuvor hatte Haupt mit der Ecoling einen Vertrag über 108000 Mark geschlossen – Geld, das für Czupalla bestimmt war? Der CDU-Landrat bestreitet, von der Schweizer Firma Geld erhalten zu haben.
Ähnlich wie im Kölner Fall war auch der geplante Müllofen in Delitzsch mit rund 250000 Tonnen Jahreskapazität vollkommen überdimensioniert. Neben den potenziellen Abfalllieferanten hätten vor allem Anlagenbauer von dem Auftrag profitiert. Tatsächlich stießen die Ermittler auf dubiose Zahlungen an die IKW genau in dem Zeitraum, in dem die Planungen für den Müllofen auf Hochtouren liefen. So überwies ein Tochterunternehmen des mittlerweile insolventen Anlagenbauers Babcock-Borsig in rund einem Dutzend Tranchen 1098868,02 Mark auf ein Firmenkonto der IKW, ohne dass eine Gegenleistung erkennbar wäre. Auch Trienekens überwies 1004246,77 Mark auf das Konto 26100 bei der Landesbank Sachsen. Auch hier rätseln die Ermittler über den Anlass.
Klaus-Jürgen Haupt kümmerte sich derweil persönlich um den Landrat Czupalla. Im Februar 2000 ließ er in Iserlohn Wein und Wodka servieren; im Kommunalwahlkampf 2001 bezahlte er einmal mehr eine Rechnung der PR-Firma Kolöchter und Partner. Die entwarf dafür, wie zuvor im Sauerland, auch für den Delitzscher Landrat eine auf ihn zugeschnittene Werbekampagne, Plakate und Flugblatt inklusive. Die Müllverbrennungsanlage ist bis heute nicht gebaut; dafür ermittelt die Staatsanwaltschaft Leipzig gegen Haupt und Czupalla wegen Korruptionsdelikten.
Wahlkampfhilfen, Wodka, Rinderfilet – Haupts Rechtsanwalt Udo Rohrig versucht, die Aufregung kleinzureden. Landschaftspflege? Korruption? Ach was! Sein Mandant sei allenfalls ein „Beifang“, gemessen an den Schmiergeldbeträgen, um die es im Kölner Prozess geht. Mit anderen Worten: IKW-Geschäftsführer Haupt war kein großer, sondern nur ein kleiner Strippenzieher im Netzwerk der rheinischen Müllmafia. Wenn sich sein Anwalt da mal nicht täuscht. DIE ZEIT 20.11.2003 Nr.48
Deponie Spröda: Millionen für Sanierung und Rekultivierung versickert?
Die Deutsche Umwelthilfe fordert Aufklärung über den Verbleib der für die Schließung der Abfalldeponie in Nordsachsen seit 1993 angesammelten Rücklagen und sofortige Rekultivierungsmaßnahmen – Regierungspräsidium Leipzig bestätigt Grundwassergefährdung – Intransparentes Firmenkonstrukt erschwert Aufklärung über den Verbleib von Rücklagen aus Abfallgebühren (8,7Millionen Euro) – Merkwürdige Rolle des Landkreises als Mehrheitseigner des Deponiebetreibers und kritische Fragen an Landrat Czupalla (CDU) Bürgerverein »Sauberes Delitzscher Land e.V.«
Die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises, die seit 1993 mit ihren Abfallgebühren auch die spätere Sanierung der Deponie finanzieren sollten, sind gleich doppelt betroffen: Zunächst mussten sie viele Jahre außergewöhnlich hohe Abfallgebühren zahlen, nun wächst die Gefahr einer schleichenden Vergiftung des Grundwassers in der Region.
„Der zuständige Landrat Michael Czupalla hätte den Ungereimtheiten um die Skandaldeponie Spröda längst auf den Grund gehen müssen. Die Bürger haben ein Recht auf Aufklärung, vor allem aber haben sie ein Recht auf eine auch in Zukunft intakte Umwelt“. Bürgerverein »Sauberes Delitzscher Land e.V.«
Über den Verbleib der offensichtlich aktuell nicht verfügbaren Rücklagen blühen die Spekulationen. Angeheizt werden sie durch ein intransparentes Beteiligungskonstrukt um die KWD und einen erstmals 1992 zwischen dem Landkreis und den Kreiswerken ohne öffentliche Ausschreibung zustande gekommenen Entsorgungsvertrag. Er wurde 2005 per Kreistagsbeschluss (und erneut ohne öffentliche Ausschreibung) noch einmal bis 2025 verlängert (Auftragsvolumen 216 Millionen Euro). Entsprechend ist die KWD für die Sammlung und Entsorgung der sogenannten andienungspflichtigen Abfälle und den Betrieb der Deponien verantwortlich. Die dabei anfallenden Kosten werden dem Landkreis von der KWD in Rechnung gestellt, ebenso müssten die prognostizierten Rekultivierungs- und Sanierungsaufwendungen für die Deponien in so genannten Entgeltverträgen ihren Niederschlag finden. Man geht mittlerweile davon aus, dass es diese Entgeltverträge möglicherweise gar nicht gibt, sondern die Kreiswerke freihändig irgendwelche Entgelte vom Landkreis verlangen. Es sei zu befürchten, dass der Landkreis die Rechnungen ohne Prüfung, ob sie dem Gebot der Angemessenheit und Wirtschaftlichkeit entsprachen, beglichen habe. Bürgerverein »Sauberes Delitzscher Land e.V.«
Wahrscheinlich scheint inzwischen, dass die über hohe Abfallgebühren angefallenen Gewinne der KWD zumindest anteilig über so genannte Gewinnabführungsverträge unmittelbar einer Muttergesellschaft (der ENEBA GmbH) zuflossen. Die KWD erbrachten seit der Gründung fast die gesamten ENEBA-Umsatzerlöse (97%). Die Gewinne, wurden offenbar weder zur Dämpfung der Abfallgebühren noch an den Kreishaushalt abgeführt.
Bemerkenswert ist, dass man maßgebliche Spitzenpolitiker in den Vorständen der teilkommunalen GmbHs wiederfindet. Zum Aufsichtsrat der ENEBA gehören als Vorsitzender der Landrat des Delitzscher Landes, außerdem 4 Mitglieder des Kreistages und weitere 4 Mitglieder des privaten Gesellschafters und als Vertreter beider Seiten bis 2001 das zehnte Mitglied, der Oberbürgermeister der Stadt Delitzsch, später an dessen Stelle ein weiteres Kreistagsmitglied. Die einzelnen Damen und Herren sind namentlich bekannt. Als Vergütung für die Aufsichtsratstätigkeit wurden nicht gerade geringe Entgelte gezahlt. Welche Leistung wird dafür im Sinne des Gemeinwohls erbracht? Stattliche Gelder, die teilweise neben den üblichen laufenden Bezügen für die reguläre Amtstätigkeit aus der Aufsichtsratstätigkeit hinzukamen.
Hat denn kein Volksvertreter im Aufsichtsrat die vielen offensichtlichen Unzulänglichkeiten bei der Konzipierung bzw. Beaufsichtigung der relevanten Projekte bemerkt?
Der zuständige Landrat Michael Czupalla hätte den Ungereimtheiten um die Skandaldeponie Spröda längst auf den Grund gehen müssen. Die Bürger haben ein Recht auf Aufklärung, vor allem aber haben sie ein Recht auf eine auch in Zukunft intakte Umwelt.
Delitzsch – Landrat Michael Czupalla (54, CDU), Freunde wie Feinde nennen ihn Don Czupalla. Und das ist nicht immer nur anerkennend gemeint. Nicht zuletzt, weil der umtriebige Politiker überall mitmischt.
Das brachte ihm schon einmal den Vorwurf der Bestechlichkeit ein. Czupalla hatte sich von Klaus-Jürgen Haupt Wahlplakate finanzieren lassen. Dafür sollte, so behaupten Kritiker, die geplante Müllverbrennungsanlage größer als nötig ausfallen. Haupt ist als Gesellschafter an den Kreiswerken und so an der Müll-Anlage beteiligt.

Bei den neuen Mauschel-Vorwürfen geht es wieder um die Kreiswerke, wieder um Gesellschafter Haupt – und um Dr. Christine Mühlig (47), Ärztin aus Bad Schmiedeberg und seit 18 Jahren Lebensgefährtin von Landrat Czupalla. Die Bochumer Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Haupt, er soll Kommunalpolitiker in Nordrhein-Westfalen bei der Privatisierung einer Müllverbrennungsanlage bestochen haben. Die Ermittler fanden unter dem Namen “Haupt” fünf Konten bei der Sächsischen Landesbank. Eines gehört der Ehefrau von Klaus-Jürgen Haupt – und Czupalla-Lebensgefährtin Mühlig. Haupt ist als Verfügungsberechtigter eingetragen. Czupalla: “Das Konto ist eine ganz private Sache, von der ich nur weiß, dass es um ein Hausgeschäft geht. Mit mir hat das absolut nichts zu tun.”
Wurden über dieses Konto Gelder verschoben? BILD, 04.11.2003
So gab es bereits 2006 eine Strafanzeige gegen Landrat Michael Czupalla (CDU) und den Geschäftsführer der KWD, Heinz Böhmer, wegen Untreue. Die Staatsanwaltschaft Leipzig stellte das Ermittlungsverfahren gegen Böhmer jedoch mit Datum vom 31. August 2006 mit der Begründung ein, dass es sich bei den von 1993 bis 2001 gebildeten Rückstellungen nicht um eine Vermögensposition handele, sondern lediglich um „eine Position zur buchmäßigen Darstellung drohender Verbindlichkeiten“. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft, ergäben sich aus der Bilanz zum 31. Dezember 2005 Rückstellungen in Höhe von über 8 Millionen Euro. Die dringliche Rekultivierung der Deponie Spröda kann nicht mit buchhalterischen Finessen bezahlt werden. Das Geld muss für reale Sanierungsmaßnahmen schlicht und einfach real da sein.
Gegenüber der Presse beteuerte Böhmer im Mai 2006, dass das Geld nicht verschwunden sei. Doch im selben Interview räumte er das Fehlen dann indirekt ein, indem er ankündigte, die Kosten für die Deponienachsorge aus Gewinnen anderer KWD-Geschäftsfelder, wie zum Beispiel aus der Ersatzbrennstoffproduktion, in den kommenden 25 Jahren decken zu wollen. Doch auch dieses Geschäftsfeld bringt, nach Darstellung des in der Region aktiven Bürgerverein Sauberes Delitzscher Land e.V., bisher keine Gewinne. Zum Verbleib der Millionen erklärte Böhmer, sie seien in verschiedene Vermögenswerte der Kreiswerke geflossen.
Als Aufsichtsratsvorsitzender der KWD ist Landrat Czupalla für die Kontrolle und Überwachung zuständig. „Spätestens seit dem Schreiben des Regierungspräsidenten vom August 2007 hatte Landrat Czupalla alle Karten auf dem Tisch. Doch er handelte nicht. Statt den Liquiditätsproblemen bei den KWD auf den Grund zu gehen, versucht er eine Offenlegung und öffentliche Debatte auf die lange Bank zu schieben
Seit Jahren weisen wir auf die drohenden ökologischen und wirtschaftlichen Folgen der verfehlten Abfallpolitik im Landkreis Delitzsch hin. Wir fordern von den Behörden, dem Abfallentsorger und nicht zuletzt von den politischen Entscheidungsträgern mehr Transparenz und die Einhaltung ökologischer Kriterien in der Abfallpolitik.
Der Kreistag und die Landkreisverwaltung haben die politische, ökologische und ökonomische Gesamtverantwortung im Prozess der Delitzscher Müllentsorgung. Diese Verantwortung ergibt sich darüber hinaus zusätzlich durch die Mehrheitsbeteiligung des Landkreises am Abfallentsorger KWD. Unseren Fragen wurde bisher mit Verweisen auf privatwirtschaftliche Belange oder abweisenden bzw. nebulösen Antworten ausgewichen. Es ist Zeit, dass hier ein Umdenken erfolgt.
Bürgerverein »Sauberes Delitzscher Land e.V.«
Die nationale Alternative
Unsere Politik versöhnt Umweltschutz und Wirtschaft.
Eine hohe Lebensqualität, den Schutz bzw. Ausbau der Natur und Artenvielfalt, die Verhinderung der Zersiedlung unserer Landschaft sowie eine nachhaltige Nutzung unserer natürlichen Ressourcen sind die Ziele, die die Nationale Opposition verfolgt. Es gilt nun die
bestehenden Gesetze mit Leben zu erfüllen, konkrete Politik zu machen aufgrund des Nachhaltigkeitsprinzips. Die Nationale Opposition ist überzeugt davon, dass eine geschickte Umwelt- und Naturschutzpolitik nicht auf Kosten der Wirtschaft gehen muss. Dafür
müssen allerdings die notwendigen Voraussetzungen geschaffen werden. Berührungsängste zwischen Wirtschaft und Umwelt müssen abgebaut werden. Eine offensive Naturschutzpolitik mit gleichzeitiger Planungssicherheit für Unternehmen ist möglich.
Umweltpolitik darf keine Verhinderungspolitik sein.
Umweltpolitik wird von der Wirtschaft oft als „Verhinderungspolitik“
verspürt. Langwierige, unübersichtliche Prozeduren aber auch nicht aufeinander abgestimmte Regierungsentscheidungen haben zu diesem Bild beigetragen. Sicherlich gibt es noch andere Ursachen für diese Probleme. So wurden die Hausaufgaben in Sachen
Landesplanungspolitik nicht gemacht, gut gemeinte gesetzliche Initiativen erwiesen sich in der Praxis als untauglich. All dies hat dazu beigetragen, dass die Umweltpolitik immer wieder in die Kritik geraten ist. Die Nationale Opposition wird dieses Problem konsequent
angehen, indem die notwendigen landesplanerischen Voraussetzungen geschaffen werden, Prozeduren gekürzt und vereinfacht werden sowie ministerielle Entscheidungen bzw. Genehmigungen innerhalb einer angemessenen Frist im Namen der ganzen
Regierung und nicht nur im Rahmen eines Ministeriums getroffen werden. Bürger und Unternehmen dürfen nicht an einer schlechten Organisation des Staats leiden.
Landesplanungspolitik muss Lebensqualität schützen und Planungssicherheit geben.
Wir werden durch eine aktive Landesplanungspolitik die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Naturschutz und wirtschaftliche Aktivitäten sehr wohl miteinander verbunden werden können. Die im Rahmen der Landesplanung vorgesehenen sektoriellen Pläne bzw. die Erstellung eines Biotopkatasters werden allen Beteiligten auf Dauer Planungssicherheit geben. Bei Planungs- und Bauvorhaben können so eventuelle Umweltauswirkungen oder Kompensationsmöglichkeiten sofort ausgelotet werden, so dass keine unnötigen
Verzögerungen und langwierige Konfliktsituationen entstehen. Die genannten Pläne werden wir der Öffentlichkeit auf eine einfache und verständliche Weise zugänglich machen.
Biologische Stationen werden konkrete Maßnahmen für den Naturschutz in allen Regionen ausarbeiten.
In allen Regionen des Landes werden wir so genannte biologische Stationen schaffen. Zusammen mit allen Betroffenen (Einwohner, Landwirte, Gemeinden, Forstverwaltung, Naturschutzorganisationen,…) werden wir konkrete Maßnahmen zum Schutz der Natur
ausarbeiten und umsetzen.
Den Wald nachhaltig nutzen.
Die Nationale Opposition tritt für eine nachhaltige Aufforstung und Nutzung des Waldes ein. Dabei werden wir garantieren, dass die Waldnutzung und -bewirtschaftung im Einklang mit den Zielen des Natur-, Arten- und Landschaftsschutzes
stehen.
Landwirtschaft und Landschaftspflege gehören zusammen.
Zusammen mit den Landwirten bzw. den Landwirtschaftsvertretern muss eine Landschaftspflegeprämie ausgearbeitet werden. Der Respekt der Natur und der
Artenvielfalt bzw. der Erhalt oder die Schaffung von natürlichen Lebensräumen soll besser als bisher über diese Prämie gefördert
werden.
Bodenschutzgesetz dringend notwendig.
Wir werden uns in der EU für ein gemeinsames europäisches Bodenschutzrecht
einsetzen. Sollte es dort zu keiner Einigung kommen, wird die Nationale Opposition ein Bodenschutzgesetz in Deutschland ausarbeiten.
Keine grüne Gentechnik.
Die Nationale Opposition steht der grünen Gentechnik sehr kritisch gegenüber und plädiert dafür, dass in Deutschland und Europa nach Möglichkeit kein gentechnisch verändertes Saatgut in der landwirtschaftlichen Produktion benutzt wird.
Lebensmittelproduktion und Schutz der Natur und Artenvielfalt.
Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Agrarpolitik bzw. die Umweltprogramme neben der eigentlichen Lebensmittelproduktion vermehrt den Schutz der Natur und der Artenvielfalt fördern. Die Subventionspolitik muss in diesem Sinn umgebaut werden.
Neue Wasserpolitik schützt Lebensqualität von Mensch, Tier und Pflanzen.
Die Nationale Opposition wird die in der Wasserrahmenlichtlinie vorgesehene Restauration naturnaher Bäche und ihrer Auen konkret umsetzen. Dies ist ein positiver Beitrag für die
Lebensqualität der Menschen und die Artenvielfalt. Überschwemmungsgebiete dürfen nicht bebaut werden und die Versieglung der Böden muss so weit wie möglich gestoppt bzw. gemindert werden.
Müllpolitik ist Ressourcenpolitik.
Wir sehen in der Müllpolitik auch eine Ressourcenpolitik. Wir werden einerseits den Akzent
auf Müllvermeidung legen und andererseits den Müll so weit wie möglich als Ressource verwenden. Wir werden die Anstrengungen im Bereich des Recycling von Müll fortsetzen und nach Möglichkeit die Unternehmen in eine Müllvermeidungs-, Müllentsorgungs- und Weiterverwertungspolitik einbinden. Auf Dauer soll immer weniger Müll auf Deponien gelagert, sondern immer mehr Müll wieder verwertet oder einfach verhindert werden.
Müllpolitik muss Transparent sein
Die Nationale Opposition setzt sich für mehr Transparenz ein, um den Bürgern eine lückenlose Kostenaufstellung der Müllgebühren, sowie die Verwertung des Mülles zu liefern.
” Was passiert mit dem Müll?”
” Wo geht der Müll hin?” etc.
Erneuerbare Energien besser fördern
Die Nationale Opposition steht für erneuerbare Energie, wie Solarkraftwerke, Wasserkraftwerke und Windkrafträder. Die kostengünstigere Herstellung von Energie, kommt damit dem Verbraucher zugute, da keine Ressourcen, teuer im Ausland eingekauft werden müssen (Kohle und Gas) Dies kommt auch der Umwelt zugute, durch weniger CO²- Ausstoß bzw. Atommüll.
Quellen:
Zeit-Online
Müllverbrennung Delitzsch-nein!
Sauberes Land Delitzsch e.V.
Nordsachsen
Nordsachsen
Nordsachsen
Muldental