Selbstbedienungsladen Kreistag Nordsachsen – Torgauer Zeitung übernimmt kommentarlos Bericht der NPD
Rechtswidrig, entgegen dem Wählerauftrag und antidemokratisch haben die etablierten Systemparteien, allen voran Landrat Czupalla dafür gesorgt, dass man wieder unter sich ist. Erst korrigierten die Antidemokraten das Wahlergebnis indem sie die Fraktionsstärke auf 5 hochsetzten und somit die neugewählten Kreisräte der NPD von den Finanzierungen ausgrenzten, dann führten sie Geheimsitzungen unter Ausschluss der NPD durch, in welchen in Manier einer Blockparteiendiktatur der Kampf gegen die rechtmäßig gewählten Eindringlinge abgesprochen wurde und nun zeigen sie ihr, uns bekanntes, wahres Gesicht. Erster Tagesordnungspunkt wird sein: Erhöhung der finanziellen Zuwendungen.
Eigentlich ein Szenario, welches stets gleich gehandhabt wird, ob nun auf Kommunal- oder Bundesebene. Dem Versprechen im Wahlkampf, sich um die Belange des Wählers zu kümmern, weicht das Interesse an sich selbst und dies ist stets finanzieller Natur. Der Wähler spielt in diesem abartigen Spiel lediglich die Rolle des Stimmengebers zur Macht. Bisher brauchten sich die Machtbonzen von CDU, SPD, LINKE, FDP, Grüne usw. keine Gedanken darüber machen, dass der Wähler außen mitbekommt, was denn seine sogenannten Vertrauenspersonen im neuen Amt so treiben, dies wurde nun aber anders, da tatsächliche Oppositionelle ins Boot gewählt wurden, welche nicht in den Bund der Blockparteien eingeschworen werden können.
Neben den Veröffentlichungen des Machtmissbrauchs auf nationalen Netzseiten wurde nun ein Tabu gebrochen, welches den Figuren im neuen Amt noch schwer auf die Füße fallen wird, leider aber auch dem, der es brach. Die Torgauer Zeitung, welche unter der Regie der stark links gerichteten Leipziger Volkszeitung steht, druckte eine Pressemitteilung des Fraktionsvorsitzenden der NPD im Kreistag Nordsachsen, Steffen Heller ab und das auch noch ohne die bekannten politisch korrekten Kommentare. Heller kritisiert scharf die sogenannte Selbstalimentierung der etablierten Kreistagsfraktionen und verdeutlicht die Volksferne der Blockparteien. Wie unabhängig die Torgauer Zeitung tatsächlich ist. Zeigen wir in folgendem Beiträgen:
Störungsmelder vom 25.08.08
Leser nicht veralbern
von Christian Bangel
In der vergangenen Woche druckte die Torgauer Zeitung kommentarlos eine Pressemitteilung der NPD ab. Ein Versehen? Nein, sagt der Chefredakteur, wir können die nicht ausschließen.
Der Text bezieht sich auf Zuschüsse an die Fraktionen, die diese im Kreistag Nordsachsen vereinbart haben. Nach einer Kreisgebietsreform wurde dort kürzlich die Anzahl der erforderlichen Sitze zum Erhalt des Fraktionsstatus von drei auf fünf erhöht. Dadurch geht die NPD bei der Zuteilung der Gelder leer aus.
In dem Pamphlet werfen die Rechtsextremisten den demokratischen Parteien eine Selbstbedienungsmentalität vor. Die Systemparteien würden die Reform nutzen, sich gegenseitig Gelder zuzuschanzen. Zum Schluss behaupten die NPD-Vertreter unwidersprochen, die Partei aus dem Volk und für das Volk zu sein. Noch am Montagnachmittag war der NPD-Text über die Webseite der Torgauer Zeitung zu erreichen.
Chefredakteur Thomas Stöber verteidigte die Veröffentlichung. Die Wähler, nicht wir haben der NPD ein Mikrofon in die Hand gegeben. Er sei einer fairen Berichterstattung verpflichtet. Die Fraktionsmitglieder seien anerkannte Persönlichkeiten und zum Teil keine NPD-Mitglieder. Sie hätten bereits in regionalen Bürgerinitiativen mitgearbeitet. Stöber kündigte an, die Pressemitteilung im Blatt zu kommentieren. Gleichzeitig schloss er aus, sie von der Seite zu entfernen. Schließlich würden auch die Pressemitteilungen anderer Parteien mitunter kommentarlos veröffentlicht. Die Leser fühlen sich veralbert, wenn wir die NPD ausschließen. Er wies die Verantwortung für das Erstarken der NPD etablierten Parteien zu, die nichts gegen einen Werteverfall im Land unternähmen. Zudem griff er die überregionalen Medien an, die die Politik nicht kritisch genug hinterfragten.
Die Torgauer Zeitung ist unabhängig, erscheint aber zusammen mit der Leipziger Volkszeitung, die zum Axel-Springer-Verlag gehört. Dort verwies man auf die Unabhängigkeit des Blattes, kündigte aber an, dem Vorfall nachzugehen. Gehen Sie davon aus, dass wir uns sehr genau informieren werden, sagte eine Springer-Sprecherin.
Region: Sachsen
Der verantwortliche Redakteur wird wohl seinen Urlaub auf unbestimmte Zeit verlängert bekommen und ein Auserwählter wird dessen Platz einnehmen zur Sicherung, dass wirklich nur das an die Öffentlichkeit kommt, was erwünscht ist.
Wenn der Durchblick Urlaub hat
Die Torgauer Zeitung druckt eine NPD-Pressemitteilung komplett ab
VON VOLKER SCHMIDT
In Ostdeutschland wird die rechtsextreme NPD immer mehr zur ganz gewöhnlichen Partei – selbst für Journalisten. Die Torgauer Zeitung (TZ) druckte jetzt eine komplette Pressemitteilung des NPD-Kreisverbandes Nordsachsen ab, eingeleitet nur mit der Angabe, sie sei eine Reaktion auf den Artikel “Demokratie kostet Geld”, der sich mit den geplanten Kosten für den fusionierten nordsächsischen Kreistag beschäftigte.
Knapp 3000 Anschläge lang durfte der Fraktionsvorsitzende der NPD im Kreistag Nordsachsen, Steffen Heller, verkünden, was er von den Plänen der “Systemparteien” hält – ein Kampfbegriff der NSDAP, aber darauf mussten die Leser der TZ schon selbst kommen. Chefredakteur Thomas Stöber räumt ein, dass eine redaktionelle Auseinandersetzung besser gewesen wäre: “Der Kollege hat das nicht ordentlich bearbeitet, weil ihm da der Einblick fehlt”, sagte er der FR. Der für die Rechtsextremen zuständige Redakteur war in Urlaub.
Dass die NPD zu Wort kommt, rechtfertigt Stöber jedoch: “Die zu ignorieren, hat in anderen Regionen dazu geführt, dass sie Jugendclubs und Spielplätze erobert haben.” Die TZ habe die NPD in der Vergangenheit schon “so was von bloßgestellt”, vor allem, wenn es um Rückgriffe auf Nazi-Ideologie gehe. Bei kommunalpolitischen Themen sei das schwerer, sagt Stöber. Mit den geplanten Aufwandsentschädigungen für Kreistagsabgeordnete hätten die “etablierten Parteien” der NPD “einen Elfmeter aufgelegt”. Die Partei sei in der Region “breit verflochten” – “auch unsere Leser sind ein bisschen anders als die der Frankfurter Rundschau”. Die TZ, Auflage 11 285 Stück, ist eine Regionalausgabe der Leipziger Volkszeitung, deren Verlag je zur Hälfte dem Axel Springer Verlag und der Madsack-Gruppe gehört.
Immerhin sei nun “eine Diskussion in Gang gekommen”, sagt der Chefredakteur. Stimmt: Im Internet-Forum der Zeitung herrscht die Meinung vor, die etablierten Parteien seien “Strolche” und nur auf Macht aus. Wer die NPD angreift, wird gefragt: “hat dir ein rechter deine ex ausgespannt”? Kein Moderator greift ein. Stöber klagt über Mangel an guten Leuten und an Geld. Wie hieß noch der Artikel, auf den die NPD reagierte? “Demokratie kostet Geld.”
Senden...
Nordsachsen
Nordsachsen
Nordsachsen
Muldental